Dienstag, 22. April 2008

Wie alles begann und das erste Rennen in Tschechien

Yari und ich haben am letzten Wochenende unser erstes Dogtrekking-Rennen absolviert. Wir hatten uns über die beiden österreichischen Dogtrekker Christian Vajk und Mario Formanek zu dieser Veranstaltung angemeldet, denn mein Tschechisch ist praktisch nicht vorhanden, Mario beherrscht die Sprache glücklicher Weise. Ich habe mich von Christian dazu hinreißen lassen eine Strecke von ca 100 km mit Yari in Angriff zu nehmen. Das Training begann im Februar nachdem ich uns angemeldet hatte. Yari hat bis dahin noch nie ein Geschirr angehabt und bisher durfte er nicht an der Leine ziehen. Es war schon ein Abenteuer ihn dazu zu bewegen dass er mich über eine Leine mit Ruckdämpfer verbunden mit einem Bauchgurt an mir mit Kraft zu ziehen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat er es dann aber gelernt. Hier hat uns sein leider vorhandener Jagdtrieb endlich mal was genutzt. Während einem Trainingslauf, die immer so eine bis eineinhalb Stunden andauern, ist uns eine Herde Rehe in der Dunkelheit über den Weg gelaufen. Yari hat begonnen zu ziehen wie ein Irrer und ich hab ihn sowie die Rehe einen anderen Weg eingeschlagen haben, Yari aber immer noch unseren Weg in vollem Galopp eingehalten hat motiviert so gut ich konnte (ich hatte bei dem Tempo so meine Schwierigkeiten). Nun war es geschafft, Yari ist zu einem Schlittenhund mutiert und zieht seit dem auf Kommando und zieht und zieht. Jetzt war also die Grundlage geschaffen. Wir haben trainiert und trainiert, immer wieder Läufe und auch längere Wanderungen durchgeführt.
Der große Tag kam immer näher. Der Wohnwagen und der Bus wurden vorbereitet, das Material und die Ausrüstugen zusammengesucht und dann ging es los. Das erste Mal in meinem Leben nach Tschechien in die Nähe von Karlsbad, in den Böhmerwald.
Kurz nachdem uns das Navi auf den Campingplatz geführt hat (auf dem Man zu meinem Glück deutsch sprach) sind dann auch Christian, sein Sohn Christopher und auch Mario mit ihren Hunden eingetroffen.
Dann gab es abends noch die Einweisung in die Strecke und noch ein Bierchen und dann ab in den Wohnwagen schlafen. Am Freitag dann um 08.14 der Start und ab in das Abenteuer. Die Strecke war spuper markiert und es ging erst einmal so richtig schön in die Berge bis auf ca. 1200 Meter hoch. Nach guten 50 km musste ich leider aufgeben, denn meine Füße wollten mich nicht mehr Tragen. Yari war noch absolut fit und hätte die Strecke locker geschafft. Wir sind nach ca. 10 Stunden wieder auf dem Campingplatz angekommen und dann noch schnell was essen und ich war reif fürs Bett.
Ich weiß woran ich arbeiten muss: Höhenmeter machen ohne Ende und noch mehr Ausdauer trainieren.
Beim nächstem Mal werde ich es schaffen. Ziel ist es noch dieses Jahr in Österreich an zwei Veranstaltungen teilzunehmen und im Herbst werden wir wahrscheinlich nochmal nach Tschechien fahren und an einem 100 km Rennen teilnehmen.
Bilder vom Krusnohorsky Dogtrekking gibts hier.


1 Kommentare:

Blogger Ch. Vajk meinte...

Hallo, Kai, hallo, Yari!
Schön die Erlebnisse dieses Wochenendes mal aus einer anderen Perspektive miterleben zu dürfen! Ich freue mich schon auf einen gemütlichen Spaziergang von 40 Kilometern beim Nordland Doghike im schönen Waldviertel!

Chris (und die Adventure Dogs)

28. April 2008 16:36  

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